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Grundsätze für Vegetationsbrände – warum Sicherheit immer zuerst kommt

  • Autorenbild: FireToolBox
    FireToolBox
  • vor 3 Tagen
  • 2 Min. Lesezeit

"Ach, da brennt doch nur Gras und etwas Gestrüpp."

Mit dieser Aussage starten immer wieder Einsatzkräfte im Frühjahr in die Feuersaison. Diese Art von Bränden ist aber auf keinen Fall mit Vegetationsbränden im Sommer zu vergleichen, trotzdem gibt es auch Gemeinsamkeiten bei den Risiken und den Brandverläufen.


Aus diesem Grund braucht es klare Grundsätze, an die wir uns konsequent halten müssen – nicht irgendwann, sondern von Anfang an!

Die folgenden Punkte basieren auf den von den Ausbildern der FireToolBox festgelegten Grundsätzen und spiegeln genau das wider, was sich draußen im Einsatz immer wieder bestätigt.


Einsatzstelle sicher machen! – LACES gehört immer dazu

Bei jedem Vegetationsbrand muss durch die ersteintreffende Gruppenführung beurteilt und die Mannschaft eingeteilt werden. Aus diesem Grund ist das LACES-Schema kein Zusatz und keine Option – es ist die Grundlage jeder Vegetationsbrandbekämpfung.

Wer beobachtet das Feuer? Wo beginnen wir die Löschmaßnahmen? Wie kommunizieren wir? Welche Evakuierungsroute und Sicherheitszonen haben wir?

Diese Fragen müssen geklärt sein, bevor wir ins Gelände gehen.


Schutz vor Atemgiften! – konsequent von Anfang bis Ende

Rauch ist nicht nur unangenehm, er ist gefährlich. Vegetationsbrände setzen eine Vielzahl von Schadstoffen frei, die wir weder sehen noch riechen können.

Deshalb gilt ganz klar: leichter Atemschutz mit FFP3-Filter – vom Einsatzbeginn bis zum Einsatzende. Nicht erst, wenn der Hals kratzt und das Gesicht schwarz ist. Unsere Gesundheit endet nicht mit dem Einsatz.


Niemals allein vorgehen! – Das Arbeiten im Trupp ist wichtig für die Sicherheit

Allein im Gelände zu arbeiten, ist eine der größten Gefahren bei Vegetationsbränden. Stolperfallen, Rauch, Erschöpfung oder eine plötzliche Lageänderung können jeden treffen.

Das Arbeiten im Trupp bedeutet Sicherheit: Man behält sich gegenseitig im Blick, unterstützt sich und kann im Ernstfall sofort reagieren. Gerade bei langen Einsätzen ist der Trupp kein organisatorischer Luxus – er ist überlebenswichtig.


Brandbekämpfung aber sicher! – Kontrollschwelle beachten und effizient sein

Unsere Priorität ist es, die Brandausdehnung zu minimieren und Abschnitte zu schützen. Entscheidend für den sicheren Einsatz ist die Kontrollschwelle: Haben wir mit unseren Gerätschaften (z.B. Feuerpatsche und Löschrucksack) unter den aktuellen Bedingungen überhaupt eine Chance, effizient zu arbeiten?

Effizientes Arbeiten heißt auch, Risiken bewusst zu begrenzen, Kräfte sinnvoll einzusetzen und nicht gegen Wind, Gelände und Feuerverhalten anzukämpfen.

 

Flanke ankern! – besonders bei windgetriebenen Flächenbränden

Windgetriebene Flächenbrände sind schnell, aggressiv und gnadenlos. Wer hier ohne Ankerpunkt und frontal gegen die Flammen vorgeht, bringt sich und andere in Gefahr.

Das Ankern der Flanke an einem sicheren Punkt schafft Kontrolle und verhindert, dass Einsatzkräfte vom Feuer überrannt werden.

 

Taschenkarten Vegetationsbrand

Zusätzlich zu unserem bestehenden Taschenkarten-System, haben wir ein dreiseitiges Update herausgebracht, welches auch die wichtigen Grundsätze der Vegetationsbrandbekämpfung beinhalten.


One Minute Wonder

Zu diesem Thema haben wir zwei PDF-Dateien beigefügt, die wir als One Minute Wonder erstellt haben.

Ein One Minute Wonder ist eine kurze, leicht verständliche und visuell unterstützte Darstellung, die in etwa einer Minute erfasst werden kann – ideal für Ausbildung, Übungsdienste oder den schnellen Wissensinput zwischendurch. Ausgedruckt und an stark frequentierten Stellen an der Wache platziert, dienen unsere OMW-Vorlagen als perfekte Wiederholung von Lehrstoffen zwischendurch.


Diese Unterlagen stellen wir kostenlos zur Verfügung, um eine effiziente und praxisnahe Ausbildung in den Feuerwehren zu unterstützen.



 

 
 
 

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